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Franz Schubert “Drang in die Ferne” – Christoph Genz/Wolfram Rieger

Franz Schubert (1797 – 1828) Drang in die Ferne, D 770 Text: Karl Gottried von Leitner (1800 – 1890) Christoph Genz, Tenor Wolfram Rieger, Piano Vater, du glaubst es nicht, Wie’s mir zum Herzen spricht, Wenn ich die Wolken seh’, Oder am Strome steh’; Wolkengold, Wellengrün Ziehen so leicht dahin, Weilen im Sonnenlicht, Aber bei Blumen nicht; Zögern und rasten nie, Eilen, als wüßten sie, Ferne und ungekannt, Irgend ein schönres Land. Ach! von Gewölk und Flut Hat auch mein wildes Blut Heimlich geerbt den Drang, Stürmet die Welt entlang! Vaterlands Felsental Wird mir zu eng, zu schmal, Denn meiner Sehnsucht Traum Findet darin nicht Raum. Laßt mich! ich muß, ich muß Fordern den Scheidekuß. Vater und Mutter mein, Müsset nicht böse sein! Hab euch ja herzlich lieb; Aber ein wilder Trieb Jagt mich waldein, waldaus, Weit von dem Vaterhaus. Sorgt nicht, durch welches Land Einsam mein Weg sich wand; Monden- und Sternenschein Leuchtet auch dort hinein. Überall wölbt’s Gefild Sich den azur’nen Schild, Den um die ganze Welt Schirmend der Schöpfer hält. Ach! und wenn nimmermehr Ich zu euch wiederkehr’, Lieben, so denkt, er fand Glücklich das schönre Land.
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. 25 Jan 12 | Sensucht | Kommentare (0)